Abenteuerlicher Ausflug nach Rosenheim

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InkaAusstellung4a 11Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Dieser Spruch galt auch für die Klasse 4a, die sich aufmachte, die Inka-Ausstellung im Rosenheimer Lokschuppen zu besuchen und dabei einiges erlebte.

Als die Kinder sich morgens mit ihrem Lehrer und einigen Eltern am Oberaudorfer Bahnhof trafen, verlief noch alles nach Plan. Der Zug brachte alle pünktlich nach Rosenheim und auch der Lokschuppen war nach einem kleinen Fußmarsch schnell erreicht.

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Gestärkt durch eine Brotzeit wurden die Kinder danach von unserer netten Führerin auf sehr interessante Weise durch die abwechslungsreiche Ausstellung geführt, die den Viertklasslern allerlei Faszinierendes und Wissenswertes zeigte. Aufwändige Webarbeiten begeisterten vor allem die Mädchen, während die Buben eher von einer echten Inka-Mumie beeindruckt waren.

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Während des anschließenden Workshops schlüpften die Kinder dann in die Rollen von Archäologen. Die Kinder gruben aus, säuberten Funde, vermaßen und zeichneten diese und puzzelten Fundstücke zusammen. Sie waren bei ihren Ausgrabungen äußerst erfolgreich, was auch in den "Presseerklärungen" der beiden Teams deutlich wurde:

"Am 10. Juli 2014 wurde bei Ausgrabungen im Rosenheimer Lokschuppen Stoff gefunden. Unter einem Stein. Ein Stück. Noch ein Stück. Und noch mehr. Eine Art Pflaster wurde entdeckt. So wurde eine Mauer ausgegraben. Es steht noch nicht fest, ob alles gefunden wurde. Die Mauer war sehr hoch. Es wurde bereits viel ausgegraben. Die Archäologen haben einen Uku aus dem Stoff zusammengepuzzelt. Ukus sind Umhänge der Inkas, die wertvoller als Gold waren. Der Archäologe Herr Kohl grub fleißig die Mauer aus, die wahrscheinlich zu einem Tempel gehörte. Es war seine erste Ausgrabung und sie war sehr erfolgreich. Auch die Chefin Frau Speth fand die Arbeit sehr gut. Anschließend gingen alle zufrieden nach Hause." Text: Sophia Plafinger

"Am 10.7.14 wurden nach kurzer Suchzeit (eine Minute) im Gebirge der Inka sehr wertvolle Stoffe und alte Bauten gefunden. Im Interview mit dem Chef der Ausgrabung sagte dieser: "Es ist wirklich ein sehr gelungener Start und der neue Archäologe Herr Reiter hat zwar nicht so viel ausgegraben, aber ist sehr fleißig. Er war zum ersten Mal dabei und entdeckte gleich in den ersten Minuten eine sehr wertvolle Tonscherbe und ein Stück Stoff. Dann half er noch beim Ausgraben eines alten Tempels." Die Wissenschaftler meinten, dass der Tempel mindestens 600 Jahre unter der Erde lag. Am Schluss wurde aus den Stofffetzen ein Uku - eine Art Umhang, der wertvoller als Gold war - zusammengesetzt. Als alles ausgegraben war, schmierten die Archäologen die Mauern mit Gips ein, packten die Teile in ihre Pick-ups und fuhren damit nach Rosenheim zur Inkaausstellung." Text: Raphael Leebmann

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Nach dieser anstrengenden Arbeit belohnten sich alle mit einem entspannenden Aufenthalt auf dem nahen Wasserspielplatz im Mangfallpark. Danach wollten wir uns dann auf den Heimweg machen.

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Doch am Rosenheimer Bahnhof erwartete uns eine böse Überraschung. Der komplette Zugverkehr war wegen eines Oberleitungsschadens eingestellt worden und niemand konnte uns sagen, wie und wann wir nun nach Hause kommen sollten. Ersatzbusse gab es auch keine. Zwar sorgten zwei Schülermütter zunächst dafür, dass die Laune der Kinder nicht zu sehr litt, indem sie es schafften, dass das McDonalds-Restaurant jedem Kind ein Gratiseis spendierte. Aber nach über einer Stunde Wartezeit und völliger Ungewissheit wuchs natürlich die Ungeduld und bei einigen kam auch eine gewisse Angst auf, ihre Eltern zumindest an diesem Tag nicht wieder zu sehen. Insgesamt aber meisterten alle die Situation recht souverän. Und irgendwann saßen wir tatsächlich wieder in einem gut gefüllten Zug, der allerdings noch eine ganze Weile im Bahnhof stand, bevor er uns endlich mit über eineinhalb Stunden Verspätung wieder nach Hause brachte. Dank der vielen "Handy-Buschtrommeln", einigen hilfsbereiten Eltern und einer Lehrer-Taxifahrt nach Rechenau kam der schöne, aber unerwartet lange Ausflug so doch noch zu einem guten Ende.

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