Fishbowl - diskutieren lernen

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IMG 0957Den Kindern der dritten Klassen sah man ein großes Fragezeichen an, als sie erfuhren, dass sie einen "Fishbowl" (Verrücktes Aquarium) machen würden.

Gemeint ist mit dem Fishbowl eine Unterrichtsmethode, bei der die Kinder kontrovers miteinander über ein zuvor in Einzel- und Gruppenarbeit bearbeitetes Thema diskutieren und so verschiedene Sichtweisen und Standpunkte kennenlernen.

Im Fall der dritten Klassen ging der erste "Fishbowl" über das Thema "Brauchen wir den Muttertag?".

Nachdem sich jedes Kind zunächst Gründe für und gegen den Muttertag überlegt hatte, stellte es diese in seiner Gruppe vor. Gemeinsam notierten die Kinder ihre Gruppenargumente.

Anschließend wurde ein Kind ausgewählt, das stellvertretend für seine Gruppe in den "Fishbowl" (einen Kreis aus 5 Stühlen) ging. Damit waren vier Stühle besetzt. Der fünfte Stuhl blieb als Gaststuhl frei - hier durften Kinder, die außerhalb des "Fishbowls" waren, Platz nehmen, wenn sie einen wichtigen Diskussionsbeitrag hatten. Zwei Grundregeln galten: Nur wer im Fishbowl ist, darf sprechen. Die üblichen Gesprächsregeln gelten.

Fazit: Es gab sowohl gute Gründe für als auch gegen den Muttertag, so dass sich auch am Ende der Diskussion kein eindeutiges Meinungsbild ergeben hatte. Einig waren sich dagegen alle Kinder darin, dass der "Fishbowl" eine gute Methode ist, wenn es um Themen geht, die zur Diskussion herausfordern. Das nächste Fishbowl-Thema war deswegen "Sind Noten in der Schule notwendig?".

Was meinen Sie? Sind sie notwendig?

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